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Brust Implantate, vor der OP, Risiken,
Nebenwirkungen
Den Patientinnen steht eine große Zahl verschiedener Silikonimplantate zu Verfügung.
Die Form der Produkte variiert. Runde Implantate mit moderatem oder hohem
Profil sowie tropfenförmige Implantate bieten individuelle Möglichkeiten zu
entscheiden.
Zur Füllung der Implantate haben sich Silikongel und Kochsalzlösungen seit vielen
Jahren als sehr gut bewiesen. Implantate, aus hochver- netztem Silikongel, sind
derzeit vom Stand der Technik der beste Weichteilersatz.
Ein solches Silikongel weist einen Memory-Effekt auf, dies bedeutet,
das Gel nimmt die vorgegebene Form ständig aufs Neue an. Aufgeschnitten zeigt
das Material seine natürliche Beschaffenheit, jedoch ist es schnittfest. Es
kommt, bedingt durch seine Konsistenz dem Tast- und Bewegungsverhalten der natürlichen
Brust sehr nahe.
Vor der Operation
Bis zu einem Alter von 40 Jahren ist in der Regel ein kleines Blutbild zur
Beurteilung Ihrer OP-Tauglichkeit völlig ausreichend. Zu Ihrer eigenen
Sicherheit sollten Sie vor der Operation, auch unter 40 Jahren, ein zur
Beurteilung Ihrer OP-Tauglichkeit ausreichendes Blutbild, EKG und Mammographie
erstellen lassen und zum Beratungsgespräch mitbringen.
Wie nach jeder anderen Operation auch können Nachblutungen auftreten. Deshalb
ist zwei Wochen vor der Operation die Einnahme von Salicylsäurehaltigen
Schmerzmitteln und Acetylsalicylsäure (Aspirin) zu unterlassen. Trotz
Vorsichtmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Als Vorbeugung werden
antibiotische Medikamente gegeben. Leichte Schmerzen können aber mit
Schmerzmitteln behandelt werden. Das Rauchen sollte vier Wochen vor der
Operation eingeschränkt werden.
Risiken und Nebenwirkungen eines
Brustimplantates.
Das Implantat wird vom eigenen Körper mit dichtem Bindegewebe (Kapsel)
abgegrenzt. Schrumpft oder verkalkt die Kapsel, kommt es zu einer eventuell
schmerzhaften Verhärtung mit Spannungsgefühl. Das ästhetische Ergebnis kann
sich dadurch eventuell verschlechtern. Nach einer Strahlenbehandlung ist das
Risiko erhöht. Auch nach Abschluss der Wundheilung können Flüssigkeitsansammlungen
um das Implantat (Serome) auftreten, die in der Regel vom Körper wieder
resorbiert werden.
Das Implantat kann nach einem Kapselriss seine Lage oder seine Form verändern.
Ein Korrektureingriff kann dadurch dann notwendig werden. Eine Kapselverhärtung
kann auch nach einer Nachkorrektur erneut auftreten. Bei einer Gewalteinwirkung
von außen kann das Implantat reißen. Lässt eine anschließende Untersuchung
mit Ultraschall keine eindeutige Aussage zu, wird zur Sicherheit meist eine
Kernspintomografie empfohlen. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Beschädigung
des Implantates, schlägt in der Regel der behandelnde Arzt einen operativen
Austausch vor.
Liegt das eingesetzte Implantat hinter dem Brustmuskel, ist nicht auszuschließen,
dass sich die Brust bei Armbewegungen verformt. Dort wo das Implantat direkt
unter der Haut liegt, können sich, vor allem bei sehr schlanken Frauen, Falten
des Implantates zeigen.
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